Neues und Wichtiges

LPV AS e. V. unterstützt das Projekt „LIFE living Natura 2000“

1. Etappe: 06.10.2021, Hohenburg – Kallmünz

Durch die Täler der Lauterach und Vils und vorbei an Wacholderheiden und Obstbäumen – den Jagdgebieten der Fledermäuse

 +++ Der ATSV Kallmünz läuft für Natura 2000 +++

 Natura 2000 wird auf neuen Wegen beworben. In der ersten Etappe laufen die Triathleten des ATSV Kallmünz unter dem Motto „Ganz meine Natur“. Die Sportler:innen sind Botschafter des europäischen Naturerbes und sie tragen ihre Eindrücke und ihr Wissen in ihre Netzwerke. Entlang der Laufstrecke wird nicht nur Pflanzen und Tieren Raum gegeben, sondern auch den Menschen, die sich darum kümmern und ihre Umgebung wertschätzen. Jürgen Roith, Läufer bei ATSV Kallmünz, findet folgende Worte dazu: „Eine intakte Natur ist die Voraussetzung für den Laufsport. Deshalb ist es uns ein echtes Anliegen auf Natura 2000 bzw. den länderübergreifenden Natur- und Artenschutz aufmerksam zu machen. Außerdem finde ich es beeindruckend, wie Naturschutz und Outdoorsport bei diesem Staffelevent an einem Strang ziehen. Da möchte man einfach dabei sein. Die Wege entlang von Lauterach und Vils gehören wegen der abwechslungsreichen Natur zu meinen Lieblingslaufstrecken. Hier kann Sport nicht monoton werden.“

 Der Startschuss für den Natura 2000-Staffellauf fällt in Hohenburg, der ersten Natura 2000-Gemeinde Deutschlands. Das Ziel der heutigen Etappe ist Kallmünz. Die Landschaft hat einiges zu bieten: Die Täler der Lauterach und Vils, die Wacholderheiden und Obstwiesen, die nicht nur schön für die Menschen sind, sondern auch äußerst wichtig für Tiere. Fledermäuse, zum Beispiel, finden hier die idealen Bedingungen zum Jagen. Im Fledermaushaus Hohenburg, das der Landesbund für Vogelschutz e. V. mit großem Engagement betreut, befindet sich die letzte Wochenstube der Großen Hufeisennase. Es gilt das Ziel, diese Wochenstube zu erhalten, und es gibt Menschen, die dafür Sorge tragen.

Zum Glück können sich die Läufer:innen bei einer Pause bei Schmidmühlen erholen. Dort informiert der Naturpark Hirschwald über sein Krebshege-Projekt. Der amerikanische Signalkrebs breitet sich in unseren Gewässern aus und verdrängt heimische Krebse. Mit geeigneten Maßnahmen wird durch das Projekt gegengesteuert.

Die Märkte Hohenburg und Kallmünz sowie die Regierung der Oberpfalz unterstützen den Natura 2000-Staffellauf auf dieser Reise der Entdeckung.

Ein weiterer Kooperationspartner ist das Juradistl-Projekt – Biologische Vielfalt im Oberpfälzer Jura, eines der größten Biodiversitätsprojekte in Bayern, das von den Landschaftspflegeverbänden der Landkreise Amberg-Sulzbach, Regensburg, Neumarkt i.d.OPf. und Schwandorf getragen und von der Regierung der Oberpfalz unterstützt wird. Köstliche Juradistl-Produkte wie die Apfelschorle versorgen Sportler:innen und Gäste.

Morgen geht es weiter auf der Donau nach Regensburg. Wichtig ist es, ein zusammenhängendes Netz von wertvollen Gebieten zu hegen und zu pflegen und die Menschen, die sich darum kümmern, miteinander zu verbinden. So wie das Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 Lebensräume miteinander verbindet, erweitert der Natura 2000-Staffellauf bestehende Netzwerke der Menschen vor Ort.

Quelle: Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL)

Mehr Infos gibt es unter: https://www.ganz-meine-natur.bayern.de/

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Projekt "Große Hufeisennase in der Oberpfalz"

Würdigung bei der Abschlussveranstaltung am 7. Juni 2021 in Berlin

Das Projekt „GROSSE HUFEISENNASE IN DER OBERPFALZ“ mit dem „Fledermaushaus Hohenburg“ als Mittelpunkt wurde im April 2019 als Monats-Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet und wurde schließlich sogar das Projekt des Jahres 2019. Corona-bedingt kann die Auszeichnung erst jetzt im Jahr 2021 erfolgen. Stellvertretend für viele Akteure werden dem Landschaftspflegeverband Amberg-Sulzbach e. V., dem LBV und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), vertreten durch den Bundesforstbetrieb Hohenfels, offiziell durch die Bundesumweltministerin Svenja Schulze heute bei einem Festakt in Berlin die Urkunde überreicht. Die Schutzbemühungen um die seltenste Fledermausart Deutschlands zählen damit zu einem der vorbildlichen Projekte, die sich in besonderer Weise für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzen.

Unter nachfolgendem Link finden Sie die Aufzeichnung dieser Veranstaltung sowie die Würdigungen der Bundesumweltministerin und die Filme zu allen Jahresprojektenn: UN-Dekade Biologische Vielfalt  | Home (undekade-biologischevielfalt.de)

07.06.2021 – Konferenz „UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011 – 2020 in Deutschland“

©nova-Institut v. l.: Rudolf Leitl LPV AS e. V., Bundesumweltministerin Svenja Schulze, Moderatorin Nina Ruge, Desiree Schwers Bundesforstbetrieb Hohenfels