Projekt „WegWarte“ als Teil von „Natürlich-Bayern – Insektenreiche Lebensräume“

Wegwarte mit 2 sitzenden Sand Bienen
Wegwarte mit Sandbienen

Der Landkreis Amberg-Sulzbach ist in seiner naturräumlichen Ausprägung von Haus aus sehr vielfältig. Der strukturreiche Oberpfälzer Jura erstreckt sich im Westen. Während sich das Oberpfälzer Hügelland schmal durch den Landkreis ebnet, schließt im Osten der weitläufige Oberpfälzer Wald an. In diesen Landschaften liegen artenreiche Feucht- und Nasswiesen, Magerrasen und Streuobstwiesen. Sie bieten ausreichende Ressourcen, um Straßen- und Ackerränder, Feld- und Wiesenraine, Böschungen und Gräben aufzuwerten.

Insektenfreundlich heißt die Devise in Pflege und Unterhalt, die von den Städten und Gemeinden seit dem Volksbegehren angestrebt wird. Dafür wollen sie in Zukunft ihr eigenes Saatgut von sogenannten Spenderflächen ernten, ihre Flächen durch neue Arten aufwerten und ihr Pflegemanagement ökologisch anpassen. Um die Ziele zu erreichen, erhalten sie fachliche Unterstützung vom LPV Amberg-Sulzbach e. V. Zusammen werden Hilfen zur Streckenbeurteilung entwickelt und Flächen mit geänderten Pflegekonzept visualisiert. Während Praxistagen und Vor-Ort-Beratungen werden die neuen Herangehensweisen den Bauhöfen vermittelt.

Projektgebiet:Landkreis Amberg-Sulzbach und kreisfreie Stadt Amberg
Gemeinden:Amberg – Freudenberg, Schnaittenbach – Königstein, Edelsfeld – Birgland, Kastl, Ursensollen
Zielgruppe:Bauhöfe sowie MitarbeiterInnen der Ausgleichsflächen-Verwaltung
Schwerpunkt:Beratung der Kommunen vor Ort mit Entwicklung von Arbeitshilfen, Artenanreicherungen, Öffentlichkeitsarbeit

Für nähere Informationen:
https://www.natuerlichbayern.de/

Biodiversitätsprojekt der Öko-Modellregion Amberg-Sulzbach und Stadt Amberg: „Birnen- und Apfelsorten im Amberg-Sulzbacher Land – Nordwest; Kartierung alter Kernobstbäume und Öffentlichkeitsarbeit zum Erhalt der Sortenvielfalt“

Kernobstvielfalt

Die in der Öko-Modellregion Amberg-Sulzbach und Stadt Amberg noch vorkommenden Birnen- und Apfelsorten von alten Bäumen (> 50 Jahre) sollen untersucht und tabellarisch (Datenbank) sowie kartografisch dargestellt werden. Neben der Sortenbestimmung sollen weitere Parameter wie Erhaltungszustand, Pflegebedarf, Alter und andere erfasst werden.

Den Besitzern von wertvollen, alten Apfel- und Birnbäumen soll angeboten werden, die Lebensdauer ihres Baumes durch einen professionellen Erhaltungsschnitt zu verlängern.

Im Winter 2020 und im Herbst 2021 soll die interessierte Öffentlichkeit zu Vorträgen über die Kulturgeschichte des Streuobstes, die Bedeutung der Sortenvielfalt und das Ergebnis der Sortenuntersuchung eingeladen werden.

Im Herbst 2020 und 2021 soll je eine öffentliche Sortenbestimmungsaktion im Kartierungsgebiet angeboten werden.

Für nähere Informationen:
https://www.oekomodellregionen.bayern/amberg-sulzbach-und-stadt-amberg